Ziehl-Abegg überschreitet 1-Mrd.-Umsatzmarke

Vorstandsvorsitzender Joachim Ley blickt zufrieden auf das Umsatzplus 2025. (Abb. © Ziehl-Abegg)

Ziehl-Abegg hat vorläufige Geschäftszahlen für 2025 bekannt gegeben. Erstmals in der 116-jährigen Unternehmensgeschichte hat der Umsatz mehr als 1 Mrd. € betragen, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Vor allem das starke Auslandsgeschäft in den USA und China habe zum Erfolg beigetragen.

Mit einem Umsatzplus von 12 % gegenüber dem Vorjahr hat die Ziehl-Abegg SE, Künzelsau, laut vorläufigen Geschäftszahlen eine neue Bestmarke erreicht und mehr als 1 Mrd. € umgesetzt (Vorjahr: 893 Mio. €). Eine genaue Zahl nennt das Unternehmen nicht. Joachim Ley, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg, betont: „Diese Marke ist für uns mehr als nur eine Zahl. 2025 war kein einfaches Jahr. Wechselkurse, Zölle und geopolitische Unsicherheiten haben viele Märkte unter Druck gesetzt. Umso mehr zeigt dieses Ergebnis, wozu wir als Unternehmen in der Lage sind.“

Wesentlicher Wachstumstreiber war nach Angaben von Ziehl-Abegg das starke Auslandsgeschäft. Mit deutlich mehr als 20 % Anteil am Gesamtumsatz sei die USA inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt für den Künzelsauer Hersteller von Luft-, Regel- und Antriebstechnik. Die im Jahr 2024 gestartete Investition von 100 Mio. € in ein neues Werk kam laut Ley zur richtigen Zeit und stärke die lokale Präsenz sowie die Lieferfähigkeit im nordamerikanischen Markt. Zweitgrößte Auslandsmarkt ist China. Aufgrund des intensiven Wettbewerbs setzt Ziehl-Abegg dort gezielt auf eine regionale Entwicklung, um Produkte anzubieten, die sowohl technisch als auch preislich auf die Marktanforderungen abgestimmt sind. „Wer in China bestehen will, muss den Markt nicht nur verstehen, sondern ihn auch vor Ort gestalten“, sagt Ley.

Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnte Ziehl-Abegg nach eigenen Angaben seine Position als Technologieführer ausbauen. Vor allem die hohe Fertigungstiefe mit eigener Gießerei, Blechfertigung und Kunststoffverarbeitung sowie die Innovationskraft im Bereich bionischer Lüfterdesigns würden maßgeblich zum Erfolg beitragen, so das Unternehmen.

Zum Erlös macht Ziehl-Abegg traditionell keine Angaben. Vorstandschef Ley sagt jedoch: „Der Gewinn war wegen der globalen Verwerfungen massiv unter Druck.“

Ziehl-Abegg beschäftigt an den drei deutschen Standorten (Hauptsitz Künzelsau und Werke in Kupferzell und Schöntal-Bieringen) 3.000 Menschen (Vorjahr 2.800). Die weltweite Mitarbeiterzahl ist insgesamt von 5.300 auf 5.800 gestiegen – verteilt auf 17 Produktionswerke, 30 Gesellschaften und 114 Vertriebsstandorte. Die rund 30.000 Artikel werden in mehr als 100 Ländern verkauft.

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